Soziale Infrastruktur im August-Klingler-Areal: Tagespflege, Kita, inklusives Quartierscafé und Räume für Begegnung

20. Januar 2026

Im August-Klingler-Areal ist mehr als nur Wohnraum entstanden. Ein umfassendes Netzwerk sozialer Angebote macht das Wohnquartier der Volkswohnung zu einem lebendigen Ort für alle Generationen. Von der Kinderbetreuung über Pflegeangebote bis hin zu inklusiven Begegnungsräumen: Verschiedene Träger haben hier eine soziale Infrastruktur geschaffen, die auch über das Quartier hinauswirkt. Alle beteiligten Kooperationspartner:innen nutzten einen Presserundgang in Daxlanden, um die einzelnen Bausteine des Konzepts vorzustellen.

Ein neues Wohnquartier ist mehr als moderne Gebäude und zeitgemäße Grundrisse. Es ist ein Versprechen: auf Zuhause, auf Nachbarschaft, auf ein Miteinander, das im Alltag spürbar wird. Mit dem neu errichteten August-Klingler-Areal, dessen Fertigstellung die Volkswohnung im vergangenen Oktober feiern konnte, entsteht nun ein Ort, der genau das möglich macht – durch eine starke soziale Infrastruktur, die Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützt, zusammenbringt und Teilhabe fördert.

Bereits im Planungszeitraum wurden soziale Träger eingebunden, um ein belastbares Netzwerk zu etablieren. Im Herzen des Quartiers bündeln sich künftig vielfältige Angebote: eine Tagespflege, ein ambulanter Pflegedienst, eine Kita, ein Quartierscafé, ein Servicebüro, ein flexibel nutzbarer Gemeinschaftsraum und eine Gästewohnung für die Bewohnerschaft. Damit wächst ein neues Zentrum für Versorgung, Begegnung und gelebte Nachbarschaft mit Wirkung in den gesamten Stadtteil.

Tagespflege und Caritas ambulant: Entlastung für Angehörige, Struktur und Gemeinschaft für Senior:innen

Die Tagespflege St. Martha in Trägerschaft des Caritasverbands Karlsruhe e.V. schafft einen verlässlichen Anlaufpunkt für ältere Menschen, die tagsüber Begleitung, Aktivierung und Gemeinschaft wünschen – und für Angehörige, die Entlastung brauchen. Hier geht es nicht nur um Betreuung, sondern um Lebensqualität: um Tagesstruktur, um Austausch, um Momente, die den Alltag leichter machen. Im gleichen Gebäude befindet sich ein Standort von „Caritas ambulant“, einem umfassenden ambulanten Angebot mit Pflegedienst, Beratungsangeboten, Pflegesachleistungen oder auch hauswirtschaftlicher Hilfe.

“Wir sind seit vielen Jahren bereits mit unserem Caritasseniorenzentrum St. Valentin und dem Stadtteilhaus sowie der Kita St. Barbara im Rahmen unserer Quartiersarbeit in Daxlanden aktiv. Wir freuen uns, diese bestehenden Angebote durch die neue Tagespflege St. Martha und Caritas Ambulant auf dem August-Klingler-Areal zu ergänzen“, betont Susanne Rohfleisch, 1. Vorständin des Caritasverbands Karlsruhe e.V.

Eine blaue Gehhilfe, die am Tisch lehnt.

Kita: Ein guter Start ins Leben – und ein Gewinn für die Nachbarschaft

Die neue Kita bringt Leben ins Quartier – im besten Sinn. Sie schafft Raum für Bildung und Entwicklung, kurze Wege und Unterstützung für Familien. Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ wird von der Evangelischen Kirche Karlsruhe betrieben. Mit rund 1.000 m² Fläche bietet die neue Kita Platz für 86 Kinder, verteilt auf drei Elementargruppen und zwei Kleinkindgruppen für Kinder von 1 bis 6 Jahren. In dem großen, modernen Haus können die Kinder in Funktionsräumen aus dem pädagogischen Angebot auswählen und sich nach eigenen Bedürfnissen ihren Bildungsthemen widmen, Gemeinschaft sowie individuelle Förderung erleben.

„Wir freuen uns über die neue Kindertagesstätte im Quartier. Kinder sind Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft. Im Miteinander der Kinder lernen sie spielend, mit Unterschieden umzugehen und die Vielfalt der Kulturen als eine Bereicherung zu erleben. Die Kindertagesstätte macht die Kinder mit der christlichen Tradition vertraut, lässt sie in geschütztem Raum Neues erleben und unterstützt die Familien dabei, sie zu selbständigen und verantwortungsbewussten Menschen zu bilden. Wir freuen uns auf die Kinder“, betont Thomas Schalla, Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe.

Ein Spielplatz mit verschiedenen Spielgeräten. Eine Rutsche steht in der Mitte des Bildes.

Quartierscafé: Inklusiv, offen, verbindend

Ein besonderer Ort wird das „Samocca“-Quartierscafé im denkmalgeschützten alten Vereinsheim, das von der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. koordiniert und vom Gastronomie-Bereich der HWK gGmbH betrieben wird. Die Eröffnung ist für Mitte 2026 geplant. Das „Samocca“ soll zu einem Ort werden, an dem man nicht nur Kaffee trinkt, sondern ankommt: mit Zeit zum Durchatmen, Raum für Gespräche und einer Atmosphäre, in der Vielfalt selbstverständlich ist. Inklusion wird hier nicht nur mitgedacht, sondern gelebt – als Einladung an alle Menschen im Quartier und im Stadtteil. Bundesweit gibt es bereits 13 Cafés, in denen sich Wiener Kaffeehauskultur und moderne Küche verbinden. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten hier zusammen und schaffen einen lebendigen, inklusiven Begegnungsraum.

Michael Auen, 1. Vorstand der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V.:
„Wir freuen uns darauf, mit unserem inklusiven Café „Samocca“ einen lebendigen und vielfältigen Begegnungsraum in dem neuen Quartier „August-Klingler-Areal“ zu entwickeln und damit Menschen mit Behinderung attraktive Arbeitsplätze bieten zu können.“

Mehrere Personen von der Presse stehen vor einem roten Gebäude.

Gemeinschaftsraum, Gästewohnung und Servicebüro: Im Quartier präsent

Der Gemeinschaftsraum der Volkswohnung ist bewusst so konzipiert, dass er nicht nur den Bewohner:innen direkt zur Verfügung steht – für Feste, private Feiern und mehr –, sondern auch von anderen sozialen Organisationen genutzt werden kann, um Angebote im Quartier zu etablieren. Ob Beratung, Kurse, offene Treffs oder kleine Veranstaltungen: Dieser Raum schafft Möglichkeiten.

Die Gästewohnung, die Mieter:innen der Volkswohnung anmieten können, ist ein praktisches Angebot mit großer Wirkung: Wenn Familie oder Freunde zu Besuch kommen, wenn Unterstützung über ein paar Tage gebraucht wird oder wenn Nähe wichtig ist – dann ist ein zusätzlicher, unkomplizierter Übernachtungsort Gold wert. Die Wohnung ist voll möbliert und verfügt über eine gut ausgestattete Küche. Lediglich Bettwäsche und Handtücher müssen selbst mitgebracht werden; so können Gäste unbeschwert anreisen.

Im Daxlander August-Klingler-Areal sind 357 Wohnungen neu entstanden und bieten damit Platz für über 900 Menschen. Das Servicebüro der Volkswohnung ist als zentrale Anlaufstellen für alle Anliegen der Mieterschaft gedacht. Ob Fragen zum Mietverhältnis oder Vermittlung zu den sozialen Angeboten im Quartier: Im persönlichen Austausch sind die Wege kurz. Auch der Stützpunkt der Hausmeister:innen ist hier integriert.

10 Personen stehen im Servicebüro des August-Klinger-Arials. Anja Kulik erläutert Informationen zum Quartier.

Mehrwert, der über das Quartier hinaus wirkt

„Wir schaffen nicht nur Wohnraum, sondern Lebensraum. Die soziale Infrastruktur im August-Klingler-Areal ist eine Investition in Gemeinschaft und Zusammenhalt. Sie wirkt über das Quartier hinaus und schafft Mehrwerte für den ganzen Stadtteil. Ich freue mich sehr, dass wir mit den erfahrenen Kooperationspartner:innen an unserer Seite ein Beispiel für nachhaltige Quartiersentwicklung sein können – mit einem Ort, an dem Wohnen, Betreuung, Pflege und Begegnung Hand in Hand gehen und soziale Teilhabe möglich wird“, subsummiert Volkswohnungs-Geschäftsführer Stefan Storz.