Tipps zum Energiesparen im Alltag

Energiesparen ist ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Denn die hohen Strompreise haben eine direkte Auswirkung auf die Nebenkosten und ein reduzierter Verbrauch schützt Klima und Umwelt. Wir zeigen Ihnen einfache Tipps für den Alltag, damit Sie Ihre Stromkosten und auch die Nebenkosten effizient senken können.

 

 

Stromspar-Check

Kennen Sie bereits den Stromspar-Check der KEK?

Bereits seit 2010 unterstützen die Stromspar-Helfer:innen jedes Jahr rund 350 Karlsruher:innen mit geringem Einkommen dabei, ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu senken. Die sogenannten Stromspar-Checks sind für Bürger:innen mit geringem Einkommen –  Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag, geringe Rente, Einkommen unter dem Pfändungsbetrag – kostenlos. Auch Inhaber:innen des Karlsruher Passes werden unentgeltlich unterstützt. Bei den direkt vor Ort durchgeführten Checks erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie ihren Strom- und Wasserverbrauch senken können. Je nach Ergebnis des Checks werden auch direkte Hilfsmittel wie z.B. LEDs  oder ausschaltbare Steckdosenleisten gratis zur Verfügung gestellt.

KEK Stromspar-Check

Tipps für weniger Energieverbrauch beim Heizen

Wussten Sie, dass Sie bereits eine Energieersparnis von 6% erzielen können, indem Sie die Heizung einen Grad runterregeln? Das Umweltbundesamt empfielt tagsüber um die 20 Grad in den Wohnräumen und 17 Grad im Schlafzimmer. Nachts kann die Wärmeregelung sogar um 5 Grad abgesenkt werden. Wer in Urlaub fährt, kann die Raumtemperatur auf 15 Grad runterregeln.
Wichtig beim Heizen ist, dass die Heizkörper nicht zugestellt werden. Gardinen über und Möbel vor den Heizkörpern behindern die Wärmeabgabe an die Raumluft.
Um Wärmeverluste zu möglichst gering zu halten, empfehlen wir Türen und in der Nacht die Rollläden geschlossen zu halten. Dadurch kann eine Auskühlung der Räume vermieden werden.

Tipps zum richtigen Lüften

Ist das Fenster dauerhaft „auf Kipp“, entsteht vor allem in der kalten Jahreszeit ein hoher Wärmeverlust. Besser mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten bei offenen Fenstern und Türen stoßlüften, um die verbrauchte Raumluft gegen Frischluft auszutauschen. Dabei die Heizkörperventile und Raumthermostate herunterregulieren.

Tipps für einen geringeren Stromverbrauch

Um im Haushalt effizient und nachhaltig Strom zu sparen, empfehlen wir, Elektrogeräte immer vollständig auszuschalten: Fernseher, Computer und andere Elektrogeräte im Stand-by-Modus sind nämlich heimliche Stromfresser. Unser Tipp zur einfachen, alltäglichen Nutzung sind Steckdosenleisten mit einem Schalter. Dadurch können mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz genommen werden. Übrigens: Auch das Ladekabel zieht Strom, wenn es in der Steckdose hängt, selbst wenn kein Gerät verbunden ist.
Um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten, empfehlen wir außerdem die Umstellung auf LED-Lampen. Und: Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen.

Haushaltstipps zum Energiesparen

Beim Kochen Energie zu sparen ist ganz einfach:
Ein passender Deckel auf dem Kochtopf und ein Kochgeschirr, das zur Größe der Herdplatte passt, hilft gegen Wärmeverlust über den Topf oder die Herdplatte. Ähnlich effizient ist auch die Nutzung der Restwärme beim Kochen und Backen. Denn Gerichte werden auch fertig, wenn man den Herd oder Backofen früher abschaltet und die Restwärme nutzt. Unser Tipp: Nutzen Sie eine verlängerte Backzeit, anstatt den Backofen vorzuheizen, um zusätzlich Energie einzusparen.

Tipps zum Sparen beim Spülen und Waschen

Auch beim Spülen kann gespart werden: In eine Standard-Spülmaschine passen ca. 80 Teile. Diese sollte immer voll beladen werden, denn das Spülen mit der Hand ist teils um ein Vielfaches teurer. Ein Vorspülen ist meist nicht nötig.
Einen großen Teil der Betriebskosten kann durch kälteres Waschen eingespart werden. Bei modernen Waschmaschinen und gutem Waschmittel kann normal verschmutzte Wäsche bei 30 oder 40 Grad anstatt bei 60 Grad gewaschen werden.
Außerdem haben viele Haushaltsgeräte wie Spül- und Waschmaschinen ein Eco-Programm, also einen integrierten Energiesparmodus, über den Stromkosten gespart werden können.

Tipps zum Wassersparen

Ein bekannter Tipp, um im Alltag Wasser zu sparen ist duschen statt baden. Doch auch der Wasserverbrauch unserer Konsumgüter muss beachtet werden. Bei den Ressourcen, die für die Herstellung von Produkten benötigt werden, spricht man von virtuellem Wasser. Diesen Verbrauch konkret zu bestimmten ist kompliziert, doch der größte Wassernutzer ist meist die Landwirtschaft. Daher empfehlen wir saisonale, regionale, biologische und möglichst wenig tierische Produkte zu kaufen. Einen guten Überblick bietet hierfür ein Saisonkalender.

Saisonkalender Obst und Gemüse

Heizkostenzuschuss

 

Am 2. Februar 2022 ist der Beschluss für den Heizkostenzuschuss gefallen. Empfänger dieses Zuschusses sind:

  • Personen, die mindestens einen Monat im Zeitraum von Oktober 2021 bis März 2022 Wohngeld bekommen haben
  • Personen, die Leistungen nach dem BAföG bezogen haben und außerhalb der elterlichen Wohnung leben
  • Personen, die einen Unterhaltsbeitrag nach dem AFBG oder Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld bekommen haben

Wer für den Zuschuss über das Wohngeld bereits berücksichtigt wird, kann natürlich den Zuschuss nicht noch einmal als BAföG- oder AFBG-oder BAB-Bezieher bekommen. Insgesamt gibt es den Zuschuss nur einmal.

Für alle Berechtigten wird der Zuschuss automatisch ausgezahlt.

 

Weitere Informationen zum Heizkostenzuschuss finden Sie unter:

https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/faq/2022_heizkostenzuschuss.html